Infantino als Sympathieträger in Afrika: Weltkontinente reagieren unterschiedlich auf FIFA-Chef

Während der Schweizer FIFA-Präsident Gianni Infantino in europäischen Fußballkreisen mit harscher Kritik konfrontiert wird, genießt er auf dem afrikanischen Kontinent offenkundig einen deutlich besseren Ruf. Die Wahrnehmung des Weltverbandschefs könnte kaum unterschiedlicher ausfallen, je nachdem ob man sich in Europa oder Afrika umsieht.
In den europäischen Fußballländern wächst die Unzufriedenheit mit Infantinos Amtsführung merklich. Führende Vertreter der etablierten Ligen erheben regelmäßig ihre Stimmen gegen den FIFA-Kurs. Besonders deutlich äußert sich Spaniens Ligenpräsident, der das gegenwärtige System gar als “krank” charakterisiert. Diese vernichtende Kritik spiegelt die tiefe Skepsis wider, die in etablierten europäischen Fußballstrukturen vorherrscht.
Ein völlig gegensätzliches Bild zeichnet sich dagegen bei den Verbänden des afrikanischen Kontinents ab. Dort wird Infantino für sein Engagement und seine erklärte “Liebe zum Fußball” gefeiert und verehrt. Die afrikanischen Funktionäre scheinen in ihm einen Förderer ihrer Belange zu sehen, der das Spiel mit Leidenschaft voranbringt.
Diese polarisierte Reaktion offenbart einen grundlegenden Konflikt innerhalb der globalen Fußballgovernance. Während etablierte europäische Kräfte Infantinos Richtung als problematisch einstufen, sehen aufstrebende Regionen wie Afrika in ihm einen Champion ihrer Interessen.
Quelle: www.n-tv.de